Infektionsschutzkonzept für kirchliche Veranstaltungen in der Thomasgemeinde zu Erfurt, aktualisiert ab dem 18.Mai 2020 bis auf Weiteres

1. Verantwortliche Personen:

         Holger Pape (Vorsitzender des Gemeindekirchenrates), Pfarrer Christoph Knoll (Stellvertretender Vorsitzender)

2. Angaben zu genutzten Räumlichkeiten und Flächen:

  • Thomaskirche mit Emporen: 550 m² oder Thomaswiese: 861 m²
  • Die Kirche verfügt nicht über eine technische Lüftung. Durch die sehr hohen Raumhöhe und die altersbedingt undichten Fenster entsteht eine kontinuierliche Luftzirkulation. Zusätzlich wird die Kirche über Fenster und mehrere Türen regelmäßig gelüftet.

3. Maßnahmen zur Einhaltung des Mindestabstandes:

       Die Sitzplätze in der Kirche sind farblich markiert und mindestens 1,5 m. voneinander entfernt, siehe Raumplan. Im Kirchenhauptschiff können 74 Besucher sitzen. Weitere 38 Besucher (bis max.113) können auf den Emporen Platz nehmen. Die Gemeindemitglieder sind über die Abstandsregeln informiert. Der Kirchendienst achtet beim Einlass auf Einhaltung der Abstandsregeln.

4. Information der Gemeinde und aller Mitwirkenden am Gottesdienst

      1.1. Die Gemeinde wird zu den die Rahmenbedingungen des Gottesdienstes unter erhöhtem Infektionsschutz regelmäßig informieren über

  • Aushänge (in den Schaukästen, an der Kirche)
  • Rundmails
  • Webseite
  • Bei der Anmeldung
  • Briefwurfsendung für ältere Gemeindemitglieder

        1.2. Inhalt der Information (Webseite und Aushänge):

  • Gottesdienste am Sonntag oder anderen Feiertagen i.d.R. um 10.00 Uhr statt;  bei großer Nachfrage kann ein zusätzlicher Gottesdienst um 11.00 Uhr stattfinden.
  • Der Gottesdienst dauert circa 30 Minuten.
  • Die Teilnehmerzahl ist unter Einhaltung der Abstandregeln auf max.113 Teilnehmer (inklusiver Mitwirkender) beschränkt
  • Um eine vorherige telefonische Anmeldung im Gemeindebüro mit vollständigem Namen und Telefonnummer wird gebeten. Spontane Besucher können bis zum Erreichen der Höchstteilnehmerzahl eingelassen werden.
  • Zum Nachweis möglicher Kontaktpersonen nach einer Ansteckung werden Teilnehmerlisten geführt und für 4 Wochen aufbewahrt.
  • Folgende Vorkehrungen werden beim Ablauf des Gottesdienstes getroffen:
    1. Am Kircheneingang gibt es eine Einlasskontrolle.
    2. Der Einlass erfolgt über das Hauptportal. Der Ausgang nur über die Seitentüren in Höhe des Altarraumes.
    3. Es können nur Gemeindemitglieder teilnehmen, die keine akuten Atemwegsbeschwerden oder Fieber haben. Bei der Einlasskontrolle muss das erneut bestätigt werden.
    4. Um rechtzeitiges Erscheinen wird gebeten, damit die Gottesdienste trotz Kontrolle pünktlich anfangen können.
    5. Bei einer entstehenden Warteschlange sind die Abstandsregeln einzuhalten.
    6. Mundschutz ist zwingend erforderlich.
    7. Toiletten sind zugängig, sollten aber vorrangig zum Händewaschen genutzt werden.
    8. Nur die farbig markierten Sitzplätze können eingenommen werden, sodass ein Abstand von 1,5 m gewährleistet ist.

6. Maßnahmen zur Nachverfolgbarkeit von Kontakten im Falle einer Ansteckung

  • Es werden Teilnehmerlisten mit Namen und Telefonnummern geführt, die 4 Wochen aufbewahrt werden.
  • Spontane Besucher, die sich nicht vorangemeldet haben, müssen vor Beginn des Gottesdienstes in die Anmeldelisten nachgetragen werden.

7. Vorbereitung und Durchführung der Gottesdienst unter Gewährleistung des Infektionsschutzes

  • Einlass
    • erfolgt wie unter 1.2. dargestellt
    • Türen werden aufgestellt, sodass Türklinken nicht berührt werden müssen.
    • Händewaschen wird ermöglicht
    • Händedesinfektion wird ermöglicht durch Pumpspender (zukünftig kontaktlose Spender mit Sensor, wenn lieferbar).
  • Abstandeinhaltung über farbige Sitzmarkierungen
  • Sitzplätze mit dem nötigen Abstand von 1,5 m werden in den Bankreihen und auf den Stühlen farblich markiert.
  • Menschen, die in einem Hausstand wohnen, können zusammensitzen.
  • Kirchenmusik  
  • Von der Gemeinde wird vorerst nicht gesungen.
  • Kirchenmusik wird in angemessener Weise praktiziert, die aber derzeit nicht zum Singen verleiten soll. Das wird z.B. erreicht, wenn nur am Anfang und zum Auszug die Orgel erklingt.
  • Liturgie
    • Es entfallen alle liturgischen Handlungen, bei denen es zu Körperkontakt kommt (z.B. Friedensgruß durch Händeschütteln).
    • Abendmahl wird bis auf Weiteres nicht gefeiert.
  • Taufen
    • Taufen werden vorerst nicht durchgeführt.
  • Ausgang (Verlassen der Kirche)
    • Der Ausgang erfolgt über die Seitentür auf Höhe des Altars (aufschließen).
    • Die Kollekte wird am Ausgang in offenen Körbchen/ Kästen kontaktlos entsprechend den landeskirchlichen Vorgaben und nach jeweiligem Zweck getrennt gesammelt. Auf die Kollektensammlung in den Bankreihen wird verzichtet.
  • Kirchendienst
    • Toiletten aufschließen
    • Die Einlasskontrolle hakt auf der Anmeldeliste die Besucher ab, ergänzt die Kontaktdaten der spontane Besucher, fragt nach deren Gesundheitszustand und achtet auf den Abstand beim Warten und beim Einnahmen der Sitzplätze.
    • Die Mitwirkenden am Gottesdienst achten auf den richtigen Abstand voneinander, vor allem beim Sitzen in der ersten Reihe und beim gemeinsamen Lesen von Fürbitten.
    • Der Kirchendienst trägt vor und nach dem Gottesdienst (Einlass, Ausgang) einen Mundschutz.
    • Mikrofone:
      • Das Pult ist für den Pfarrer reserviert (Predigt).
      • Die Lesung durch den Lektor/ die Lektorin erfolgt auf der anderen Seite über ein gesondertes Lesepult. Jeder Kirchendienst hat ein eigenes Mikrofon.
    • Die Kollekte wird mit Handschuhen in die dafür vorgesehenen Behälter gefüllt.
    • Toiletten werden nach dem Gottesdienst wieder abgeschlossen.
  • Reinigung/ Desinfektion
    • Frau Knoll reinigt einmal in der Woche die Kirche und die Toiletten wie bisher, trägt dabei Handschuhe. Der Lappen ist danach zu entsorgen. Die Bänke werden gereinigt, wenn der Abstand zwischen zwei Gottesdiensten kürzer als eine Woche ist.

 

Abwägung zu den Punkten Teilnehmerlisten, Mundschutz und Desinfektion von Gegenständen

 

  1. Mund-Nase-Bedeckung (MNB) wird von den Gottesdienstbesuchern getragen. Die Mitwirkenden tragen MNB während der Einlasskontrollen und in der Kommunikation mit Besuchern. Der Pfarrer und andere Mitwirkende tragen im Altarraum während der Liturgie und der Lesung keine MNB, damit sie auch bis in die letzten Reihen verstanden werden. Ihr Abstand zur ersten Sitzreihe beträgt > 5 m und wird daher als unbedenklich eingeschätzt. Im Eingangs- und Ausgangsbereich tragen auch Kirchendienst und Pfarrer Mundschutz
  2. Die Kirche wird i.d.R. nur einmal wöchentlich genutzt. Sechs Tage reichen nach bisherigen Informationen über die Lebensdauer des Virus aus, um eine Inaktivierung zu erreichen. Bei kürzerem Abstand zwischen Gottesdiensten werden die Bänke mit Seifenlauge direkt nach dem Gottesdienst durch den Kirchendienst oder durch Frau Knoll gereinigt.
  3. Die Mikrophone werden personalisiert im Gottesdienst verwendet und lagern dann eine Woche. Sie müssen daher nicht desinfiziert werden.

 

 

Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmern

 

  1. Der Pfarrer hält in der Kommunikation mit Gemeindemitgliedern den Mindestabstand ein, verzichtet auf Händeschütteln zur Begrüßung
  2. Die Kantorin kann in ausreichendem Abstand zu Gemeindemitgliedern an der Orgel musizieren.
  3. Die Küsterin übt ihre Tätigkeit außerhalb des Publikumsverkehrs aus, trägt zum Reinigen von Oberflächen Handschuhe.
  4. Bei Einhaltung der genannten Hygiene- und Abstandregeln ist für die Mitarbeiter nicht von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen.